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NRW

Lenin-Statue: Gelsenkirchen kontert mit Ausstellung

Extremismus

Freitag, 19. Juni 2020 - 13:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Gelsenkirchen. Auf die für Samstag geplante Aufstellung einer Lenin-Statue in Gelsenkirchen reagiert die Stadt mit einer Ausstellung über die Geschichte des Kommunismus. Gezeigt wird seit Freitag nur 150 Meter vom geplanten Aufstellort entfernt die Wanderausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“. Sie wurde 2017 zum 100. Jahrestag der so genannten Oktoberrevolution von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum herausgegeben. Zu sehen ist die Schau bis zum 31. August im städtischen Schloss Horst.

Die vom Verfassungsschutz beobachtete, linksextremistische Partei MLPD will die über zwei Meter hohe Statue des russischen Revolutionsführers Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924) vor ihrer Parteizentrale aufstellen. Ein von der Stadt erlassener Baustopp war vom Oberverwaltungsgericht NRW kassiert worden. Lenin stehe für Gewalt, Unterdrückung, Terror und schreckliches menschliches Leid, hatte die Bezirksvertretung Gelsenkirchen-West in einer Resolution festgestellt. Die MLPD-Vorsitzende Gabi Fechtner hält Lenin dagegen für einen „weltgeschichtlich bedeutenden Vordenker und Vorkämpfer für Freiheit und Demokratie für die Massen“. Laut Partei wurde die Statue 1957 in der Tschechoslowakei gegossen.

Lenin war der führende Kopf der Oktoberrevolution 1917 in Russland. „Im russischen Bürgerkrieg setzte Lenin konsequent den neugegründeten Geheimdienst Tscheka und Militärgewalt zur Unterdrückung der gegenrevolutionären und separatistischen Kräfte ein“, heißt es in einer Veröffentlichung des Deutschen Historischen Museums.

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