NRW

Lockdown hat wenig Auswirkungen auf NRW-Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt

Freitag, 29. Januar 2021 - 10:13 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der zweite Lockdown zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie hat zum Jahresbeginn nur verhältnismäßig geringe Effekte auf den Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen gehabt. „Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich typisch für die Jahreszeit, und nahm im Januar mit rund 34 000 Personen nicht stärker zu als im langjährigen Durchschnitt“, sagte der Chef der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, Torsten Withake, am Freitag in Düsseldorf.

Insgesamt waren im Januar im bevölkerungsreichsten Bundesland 768 512 Personen arbeitslos gemeldet, 4,6 Prozent mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf nun 7,9 Prozent.

„Arbeitsplätze werden aktuell durch Kurzarbeit gesichert. Die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihren Job verloren haben, lag sogar unter der des Januars vor einem Jahr“, beschrieb Withake die Situation am Arbeitsmarkt. Gleichzeitig zögerten die Unternehmen jedoch mit der Einstellung neuer Mitarbeiter. Die Zahl der Menschen, die eine neue sozialversicherungspflichtige Stelle antraten, sank im Vorjahresvergleich um 3,6 Prozent. Ein Einbruch am Arbeitsmarkt, wie er durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie im Frühjahr 2020 stattgefunden habe, sei derzeit nicht zu erwarten, betonte der Chef der NRW-Regionaldirektion.

Insgesamt zeigten im Januar landesweit 15 463 Unternehmen Kurzarbeit für 182 289 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Angezeigte Kurzarbeit muss von den Unternehmen allerdings nicht realisiert werden.

Nach wie vor gab es große regionale Unterschiede auf dem NRW-Arbeitsmarkt. Während die Arbeitslosenquote im Münsterland lediglich 4,5 Prozent betrug, erreichte sie im Ruhrgebiet 10,6 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:210129-99-218810/2

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