NRW

Logistikbranche begrüßt Brückenneubau über dem Rhein

Verkehr

Donnerstag, 19. November 2020 - 15:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Nach den maroden Autobahnbrücken der A1 bei Leverkusen und der A40 bei Duisburg wird auch für die Rheinbrücke der A46 bei Düsseldorf ein Neubau-Projekt angegangen. Der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen hält diese Entscheidung des Landes-Verkehrsministeriums für richtig. „Das ist das Drehkreuz Europas“, sagte Vize-Hauptgeschäftsführer Marcus Hover am Donnerstag zum Standort NRW. Durch ständige Staus und Umleitungen stiegen nicht nur die Kosten und Umweltbelastungen durch den nötigen Transport auf der Straße. Verkehrsbehinderungen und Zusatzstrecken verteuerten in der Folge auch den Transport mit den Binnenschiffen.

„Acht von zwölf Großbrücken über den Rhein sind kaputt“, erklärte Hover. In den 1960er und den 1970er Jahren habe man beim Brückenbau nicht mit dem heutigen Verkehrsaufkommen gerechnet, das durch die EU-Osterweiterung noch einmal einen großen Schub bekommen habe. Diese Mehrbelastung wirke sich gerade auf die Brücken aus. Nachdem lange zu wenig investiert worden sei, hätten die starken Schäden und Einschränkungen an der Leverkusener Brücke der A1 zum Umdecken in der Politik, zu mehr Geld und Personal für die Infrastruktur geführt. Die Rheinquerung der A46, die Fleher Brücke, leide derzeit auch unter dem zusätzlichen Lkw-Verkehr, der die Leverkusener Brücke umfahren müsse.

Laut Verkehrsministerium sind Experten jetzt zur Ansicht gekommen, es sei nicht möglich, die Fleher Brücke so instand zu setzen, dass sie wieder dauerhaft für den sechsstreifigen Verkehr freigegeben werden könne. Nach der bis Ende des Jahres dauernden Sanierung stünden in beiden Fahrtrichtungen aber je zwei Fahrspuren uneingeschränkt zur Verfügung. Dort könnten weiter Schwerlastwagen und Spezialtransporte fahren. Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat erklärt, zuerst soll die neue A1-Rheinquerung vollendet werden, ehe der Neubau der Fleher Brücke beginne. Fertig sein soll dieser dann in den 2030er-Jahren.

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