NRW

Lokführer vor Gericht Gullydeckel-Attacke vorgetäuscht?

Prozesse

Freitag, 18. September 2020 - 00:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bad Berleburg. Gegen einen Lokführer, der einen Anschlag auf seinen eigenen Zug vorgetäuscht haben soll, beginnt heute der Prozess. Laut Anklage hatte er Gullydeckel von einer Brücke hinabhängen lassen und seinen Regionalzug später absichtlich in die Falle gesteuert. Der Mann steht wegen Vortäuschens einer Straftat und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr in Bad Berleburg vor Gericht. Der 50-Jährige bestreitet die Vorwürfe.

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Bei dem spektakulären Vorfall bei Bad Berleburg im Wittgensteiner Land - nahe der Grenze zu Hessen - waren die Ermittler zunächst von einem versuchten Mordanschlag ausgegangen. Das Amtsgericht will auch Zeugen vernehmen.

An einem Seil baumelten im April 2019 Gullydeckel von der Brücke und krachten frontal in den Regionalzug der hessischen Landesbahn. Sie schlugen ein großes Loch in die Windschutzscheibe, der Lokführer blieb unverletzt. Später wurden seine DNA-Spuren an der Seilkonstruktion festgestellt, er geriet überraschend in Verdacht, eine Attacke inszeniert zu haben. Der Vorfall im Kreis Siegen-Wittgenstein hatte bundesweit Aufsehen erregt.

Ihr Kommentar zum Thema

Lokführer vor Gericht Gullydeckel-Attacke vorgetäuscht?

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha