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NRW

Loveparade-Prozess wird in Düsseldorf fortgesetzt

Prozesse

Mittwoch, 13. Dezember 2017 - 01:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der Strafprozess zur Loveparade-Katastrophe wird in Düsseldorf fortgesetzt. Ob das Gericht bereits mit der Beweisaufnahme beginnen kann, ist fraglich.

Angeklagte mit Verteidigern beim Auftakt des Loveparade-Strafprozesses. Foto: Ina Fassbender/Archiv

Der Prozess um die Katastrophe bei der Duisburger Loveparade wird heute in Düsseldorf fortgesetzt. Der zweite Verhandlungstag dürfte von den Anträgen der Verteidiger bestimmt werden. Sie haben Befangenheitsanträge eingebracht und eine mehr als 70 Seiten starke Besetzungsrüge angekündigt.

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Die Verteidiger argumentieren darin, das Verfahren werde von der falschen Strafkammer verhandelt. Die Anklage der Staatsanwaltschaft war vom Landgericht zunächst abgelehnt und erst nach einer Beschwerde beim Oberlandesgericht (OLG) zugelassen worden. Das OLG hatte das Verfahren dabei einer anderen Strafkammer übertragen. Damit werde das Prinzip des gesetzlichen Richters verletzt, behaupten die Verteidiger.

Zehn Angeklagten wird in dem Verfahren fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft. Die Anklage wirft ihnen schwere Planungsfehler vor, die zu einer rechtswidrigen Genehmigung der Loveparade geführt hätten. Sicherheitsrelevante Auflagen seien nicht beachtet und umgesetzt, die Einhaltung nicht kontrolliert worden. Dies habe zwangsläufig zu lebensgefährlichen Situationen führen müssen.

Bei dem Unglück am 24. Juli 2010 waren 21 Menschen im Alter von 17 bis 38 Jahren erdrückt worden. Mindestens 652 wurden verletzt, viele von ihnen schwer.

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