NRW

Mann verklagt Land auf Herausgabe von Motorrädern

Kriminalität

Dienstag, 18. Januar 2022 - 01:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Aachen. Der Zankapfel sind zwei Motorräder der Kultmarke Harley Davidson. Die Maschinen wurden bei einer Razzia gegen eine verbotene Rockergruppe beschlagnahmt. Der Kläger fordert die Herausgabe und sagt, er sei der Eigentümer. Das LKA aber hat den Bruder des Klägers im Visier.

"Bandidos Germany" steht auf dem Rücken von Westen, die Mitglieder des Motorradclubs „Bandidos“ tragen. Foto: Marius Becker/dpa/Bildarchiv

Das Verwaltungsgericht in Aachen befasst sich am Dienstag mit zwei Motorrädern der Marke Harley Davidson. Die schweren Maschinen waren im Juli 2021 nach dem Verbot des Rockerclubs Bandidos in Nordrhein-Westfalen bei einer Razzia von der Polizei sichergestellt worden. Der Kläger fordert die Herausgabe. Er sagt, er habe nichts mit der Vereinigung zu tun und sei Alleineigentümer der Motorräder.

Dagegen meint das Landeskriminalamt (LKA), es bestehe der Verdacht, dass der Bruder des Klägers, der Mitglied der verbotenen Gruppierung sei, die Motorräder nutze. Auf den Motorrädern stünden vereinsbekannte Parolen, der Vorname des Bruders und dessen Funktion bei den Bandidos. Die Motorräder waren in Stolberg bei Aachen sichergestellt worden.

Im Sommer 2021 hat das Bundesinnenministerium alle 28 Teilorganisationen der Bandidos in Nordrhein-Westfalen sowie einige ihrer Ortsgruppen in weiteren Bundesländern verboten. Das Vereinsvermögen wurde beschlagnahmt und eingezogen. Zur Begründung hieß es, von dem Verein gehe eine schwerwiegende Gefährdung für die Allgemeinheit aus. Schwere Körperverletzung sowie versuchte und vollendete Tötungsdelikte gehen demnach auf das Konto der Gruppierung.

© dpa-infocom, dpa:220117-99-743954/2

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