NRW

Mehr als 250 Bahnbrücken in NRW sind kaum noch zu sanieren

Verkehr

Montag, 6. April 2020 - 12:20 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen sind 257 Bahnbrücken nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren und können nur noch ersetzt werden. Das geht aus Angaben des Bahnbeauftragten der Bundesregierung, Enak Ferlemann, hervor. Würden sie alle nun in Angriff genommen, lägen die Kosten bei 1,7 Milliarden Euro, antwortete Ferlemann auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bundesweit sind demnach 1004 Bahnbrücken kaum noch zu sanieren.

Ein ICE fährt über eine Eisenbahnbrücke. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild

Die Infrastruktur der Bahn gilt als marode, weil jahrelang zu wenig investiert wurde. Mehr als die Hälfte der gut 25 700 Eisenbahnbrücken in Deutschland wurde vor Ende des Zweiten Weltkriegs gebaut, 45 Prozent sind älter 100 Jahre.

Die Bahn unterteilt die Brücken je nach Zustand in vier Kategorien. 257 Brücken in NRW und 1004 bundesweit fallen in die schlechteste Kategorie vier. Die Bahn betont: „Selbst Brücken der schlechtesten Zustandskategorie sind für die Nutzung des Eisenbahnbetriebs sicher, sonst würde kein Betrieb zugelassen.“ Je nach Schadensbild könne eine Brücke 15 Jahre in der Kategorie vier bleiben, erklärt die Bahn.


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