NRW

„Meinwärts“: Wuppertal feiert 150 Jahre Else Lasker-Schüler

Literatur

Donnerstag, 24. Januar 2019 - 14:14 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Wuppertal. Mit Theateraufführungen und Ausstellungen erinnert Wuppertal an den 150. Geburtstag der Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945). Das am Dienstag vorgestellte Programm wird unter anderem von Stadt, Museen und der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft getragen. Die als „Literatin und Lebenskünstlerin“ gewürdigte Autorin wurde am 11. Februar 1869 in Elberfeld, einem heutigen Stadtteil von Wuppertal, geboren. Die jüdische Dichterin starb 1945 im Exil in Jerusalem.

Das Programm mit den Titel „Meinwärts. 150 Jahre Else Lasker-Schüler“ reicht bis ins nächste Jahr. Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft hat ein Theaterstück über die Dichterin in Auftrag gegeben; „Prinz Jussuf von Theben“ hat am 27. Juni in Essen Premiere. Das Von der Heydt-Museum präsentiert von Oktober 2019 an bis zu 100 Arbeiten der malenden Dichterin und ihrer Wegbegleiter, zu denen auch die Maler Franz Marc und Otto Dix sowie der Dichter Gottfried Benn zählten.

„Es soll nicht nur die historische Else abgebildet werden, sondern auch ihre Bedeutung in der heutigen Zeit“, sagte Urs Kaufmann vom Wuppertaler Kulturbüro. Als alleinerziehende Mutter und geschiedene Frau rang Lasker-Schüler um Gleichberechtigung. Unter den Nazis litt sie unter der Verunglimpfung ihrer Kunst und unter Repressalien.

Am Geburtstag der Dichterin, dem 11. Februar, ist in der historischen Stadthalle ein Festabend geplant mit dem Titel „Meinwärts - Das Herz der Avantgarde“. Unter anderem wird eine Performance zu Lasker-Schülers Ulkiade „Der Kartoffelpuffer“ aufgeführt. Am selben Ort hatte die Dichterin im Oktober 1912 ihre letzte Lesung in Wuppertal gehalten.


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