NRW

Metro-Führung bezieht Stellung zum Übernahmeangebot

Handel

Mittwoch, 24. Juli 2019 - 05:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky greift nach dem Düsseldorfer Handelskonzern. Doch sein milliardenschweres Übernahmeangebot stößt dort bisher auf wenig Begeisterung.

Ein Verkehrsschild steht vor einem Metro-Markt. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Mit Spannung wird am heutigen Mittwochmorgen die ausführliche Stellungnahme des Vorstandes und des Aufsichtsrats des Handelskonzerns Metro zum Übernahmeangebot des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinksy erwartet. Der Unternehmer bietet rund 5,8 Milliarden Euro für den Handelskonzern der in 26 Ländern über 770 Großhandelsmärkte betreibt und zu dem derzeit auch noch die Supermarktkette Real gehört.

Der Metro-Vorstand hatte jedoch bereits bei der Ankündigung des Übernahmeangebots die angebotenen 16,00 Euro pro Stammaktie und 13,80 Euro pro Vorzugsaktie als zu gering bezeichnet und den Anlegern empfohlen bis zur Veröffentlichung der ausführlichen Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat keine Maßnahmen zu ergreifen. Aus dem Umfeld des Unternehmens war zuletzt außerdem durchgesickert, dass die Führungsspitze befürchtet, dass der Metro im Zuge der Übernahme zu hohe Schulden aufgebürdet werden könnten.

Das Übernahmeangebot läuft noch bis zum 7. August. Es ist an die Bedingung geknüpft, das Kretinsky Zugriff auf mindestens 67,5 Prozent der Stammaktien erhält. Diese Schwelle hält der Milliardär für nötig, um sei notwendig, um nach Vollzug des Angebots einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Metro durchzusetzen.

Am Dienstagabend gab der Konzern indes aktuelle Zahlen bekannt: Im dritten Geschäftsquartal profitierte das Unternehmen von dem späten Ostergeschäft sowie dem Verkauf von Immobilien. Weiter schwierig läuft das Geschäft in Russland. Der Umsatz des Handelskonzerns stieg in den Monaten April bis Juni um 2,8 Prozent auf knapp 7,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Metro mit 79 Millionen Euro gut 40 Prozent mehr.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.