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NRW

Miele wächst kräftig: hält aber an Stellenabbauplänen fest

Elektro

Donnerstag, 13. Februar 2020 - 15:45 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Gütersloh. Der Hausgerätehersteller Miele wächst kräftig, hält aber dennoch an den im Herbst vergangenen Jahres vorgestellten Plänen zum Abbau von mehr als 1000 Stellen fest. Kündigungen im Zusammenhang mit dem Sparprogramm habe es jedoch noch nicht gegeben, sagte ein Firmensprecher am Donnerstag. Es werde versucht, den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.

Der kabellose Handstaubsauger Triflex HX1 von Miele. Foto: Foto: Miele/Miele & Cie. KG/obs

Miele hatte im Oktober angekündigt, dass bis Ende 2021 im Zuge eines Sparprogramms weltweit rund 1070 Stellen gestrichen werden sollen, davon etwa 240 in Deutschland. Weitere 650 Stellen sollten demnach bis Ende 2025 im Gütersloher Waschmaschinenwerk wegfallen. Denn ein Teil der Geräte soll künftig in einem neuen Werk in Polen produziert werden. Doch sei die Zahl der abzubauenden Stellen seit Oktober durch natürliche Fluktuation gesunken, sagte der Sprecher. Außerdem sollen an anderer Stelle 470 neue Stellen entstehen.

Auch wenn Miele spart: Die Geschäfte des Premium-Herstellers laufen gut. Die Miele-Gruppe steigerte ihren Umsatz im 2. Halbjahr 2019 um 3,2 Prozent auf gut 2,2 Milliarden Euro. Vor allem in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Italien war die Nachfrage nach Miele-Geraten groß. Auch die Geschäfte in Großbritannien liefen nach einer längeren Brexit-bedingten Durststrecke wieder besser. Im hart umkämpften deutschen Markt erzielte Miele ein Plus von 2,7 Prozent.

Dagegen litt das Geschäft in Hongkong unter den politischen Unruhen. In China dämpften staatliche Eingriffe den Immobilienmarkt und damit auch das Geschäft mit hochwertiger Küchenausstattung.

Zum Gewinn macht das Familienunternehmen traditionell keine Angaben. Ende 2019 beschäftigte die Miele-Gruppe weltweit fast 20 500 Mitarbeiter, 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland sank die Zahl der Beschäftigten dagegen um 209 Personen auf gut 11 000.

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