NRW

Minister zu Braunkohle: „Haben unsere Spielräume genutzt“

Energie

Donnerstag, 15. Oktober 2020 - 19:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Erkelenz. Der Kohleausstieg ist beschlossene Sache. Den Weg dahin beschreibt die Leitentscheidung der Landesregierung. Vor Ort wirbt der Wirtschaftsminister für den Plan. Vor der Stadthalle in Erkelenz wurde er von Tagebaugegnern mit Protestplakaten empfangen.

Andreas Pinkwart, Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Federico Gambarini/dpa

Bei ihrer Leitentscheidung für den Braunkohleabbau in den nächsten Jahren ist die Landesregierung nach den Worten von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) auf Einwände eingegangen. „Wir haben unsere Spielräume genutzt“, sagte der Minister am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung in Erkelenz. So solle der Abstand zwischen den Ortsrändern zum Tagebau auf mindestens 400 Meter vergrößert werden. Auch solle die Umsiedlung möglichst sozialverträglich geschehen.

Vor der Veranstaltungshalle protestierten Dutzende Menschen gegen den Braunkohleabbau und die Umsiedlung der Dörfer. „Stopp Kohle jetzt“ und „Alle Dörfer bleiben“ stand auf ihren Transparenten. Sie hielten Schilder mit den Namen der Orte hoch, die für den Tagebau aufgegeben werden sollen.

Die Landesregierung hatte vor einer Woche ihren Entwurf der Leitentscheidung vorgelegt. Bürger können bis Anfang Dezember ihre Kommentare dazu geben. Trotz des beschlossenen Ausstiegs aus der Braunkohleförderung bis 2038 sollen noch die Erkelenzer Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Unter- und Oberwestrich sowie Berverath dem Tagebau weichen.

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