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NRW

Ministerium sucht nach Alternativen für Badejunge-Werk

Agrar

Montag, 16. Oktober 2017 - 18:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/mv Schwerin. Mit der geplanten Schließung der Molkerei in Bergen soll der „Rügener Badejunge“ ab Mitte 2019 in Thüringen produziert werden. Das Agrarministerium sucht nach Alternativen. Der Markeninhaber sieht den Badejungen künftig in Thüringen - markenrechtlich sei das möglich.

Der Camenbert „Rügener Badejunge“ liegt in einem Kühlregal. Foto: Stefan Sauer/Archiv

Das Agrarministerium sucht nach Alternativen für eine Schließung der Rügener Molkerei in Bergen auf der Insel Rügen. Staatssekretär Jürgen Buchwald traf sich am Montag mit der Geschäftsführung von DMK (Deutsche Milchkontor), die den Standort Mitte 2019 schließen will. Demnach sehe die DMK Group momentan keine Perspektive zum Erhalt des Werkes mit seinen etwa 50 Arbeitsplätzen. Das Unternehmen sei aber offen für den Erhalt des Standortes Bergen durch branchenfremde Investoren, teilte das Ministerium am Montag nach den Gesprächen mit. Das Ministerium bleibe deshalb mit DMK zum Thema Investorensuche im Gespräch.

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In Bergen auf Rügen sind 56 Arbeitsplätze von der Schließung betroffen. Die Beschäftigten produzieren seit 1953 die Traditionsmarke „Rügener Badejunge“ für die Rotkäppchen Peter Jülich GmbH mit Sitz in Dortmund. Das Unternehmen will den Camembert nach eigenen Angaben künftig in seinem Werk in Lumpzig in Thüringen produzieren, nachdem DMK den Vertrag über die Herstellung des Käses kündigte.

Die Produktion des „Rügener Badejungen“ läuft bis Mitte 2019 vertraglich gesichert am Standort Bergen, hieß es aus dem Ministerium.  

Der Markeninhaber, die Rotkäppchen Peter Jülich GmbH, sieht in der Verlagerung der Produktion des Käses nach Thüringen keine Probleme. Mit der Schließung des Werks durch DMK sei das Unternehmen gezwungen, die Produktion zu verlagern. Markenrechtliche Probleme sehe das Unternehmen nicht, da der neue Herstellungsort auf der Verpackung ausgewiesen werde, sagte der Geschäftsführer Alexander Kolb. Die Vorbereitungen für eine Produktion des Camemberts in Thüringen liefen.


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