NRW

Ministerium will Verbleib von Ölpellets erneut prüfen

Umwelt

Mittwoch, 16. Januar 2019 - 15:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium will den Verbleib von illegal entsorgten Raffinerierückständen in einer Tongrube am Niederrhein erneut prüfen lassen. Um sicherzustellen, dass keinerlei Gefahr für Mensch und Umwelt bestehe, werde ein zusätzliches Gutachten in Auftrag gegeben, sagte Ministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) laut Mitteilung vom Mittwoch auf einer Informationsveranstaltung in Schermbeck. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Am Zaun der Tongrube Mühlenberg bei Hünxe warnt ein Schild vor dem unbefugten Betreten des Geländes. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

In der vergangenen Woche hatte das Ministerium auf Basis bisheriger Gutachten erklärt, dass die giftigen Pellets bei entsprechender Sicherung in der Tongrube bleiben könnten. Unter anderem soll dafür die Oberfläche der Grube abgedichtet werden, um das Sickerwasser zu verringern. Das dennoch anfallende Wasser werde nach Ministeriumsangaben gesammelt, in eine Kläranlage gebracht und regelmäßig überprüft. Auch diese Maßnahmen werden nun erneut begutachtet.

Durch die Vermischung mit anderen Abfällen sei eine gezielte Entnahme der Pellets nicht möglich, hieß es in der vergangenen Woche vom Ministerium. Von 2010 und 2013 wurden demnach in der Tongrube bei Hünxe illegal rund 30 000 Tonnen Ölpellets, ein Gemisch aus Ruß und Schweröl, entsorgt. Die Pellets enthalten große Mengen der Schwermetalle Nickel und Vanadium.


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