NRW

Missbrauch: Nach Pfarrer benannte Straße soll anders heißen

Kommunen

Mittwoch, 16. Juni 2021 - 11:06 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Korschenbroich. Nach Berichten über Missbrauch soll in Korschenbroich bei Mönchengladbach eine Straße umbenannt werden, die den Namen eines einstigen Pfarrers trägt. Der früher in der Stadt tätige und 1993 gestorbene Priester soll im kirchlichen Umfeld Kinder missbraucht haben. Unter anderem hatte ein Betroffener von massiven sexualisierten Gewalttaten des Pfarrers berichtet.

Bürgermeister Marc Venten (CDU) unterstütze den Antrag auf Umbenennung, sagte eine Sprecherin der Stadt am Mittwoch. „Auch wenn die Umbenennung für die Anwohner natürlich mit Aufwand verbunden ist, verbieten es die beim Bistum Aachen aktenkundigen Vorwürfe gegenüber dem ehemaligen Pfarrer von Kleinenbroich und das daraus ersichtliche Leid der Opfer, dass die Straße weiterhin nach ihm benannt bleibt“, erklärte er.

Den Antrag auf Umbenennung hatte die katholische Pfarrgemeinde St. Dionysius gestellt. Der Rat der 33 000-Einwohner-Stadt im Rhein-Kreis Neuss soll am 1. Juli entscheiden. Das Stadtarchiv erarbeite derzeit Namensvorschläge, teilte die Stadt mit.

© dpa-infocom, dpa:210616-99-14075/2

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