NRW

Missbrauchsfälle: Mutmaßliche Verbindungen Thema im Landtag

Kriminalität

Mittwoch, 15. Januar 2020 - 10:58 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Mögliche Querverbindungen zwischen den Missbrauchsfällen in Lügde und Bergisch Gladbach werden am Donnerstag kurzfristig Thema im Landtag sein. Die SPD-Fraktion hat im Familienausschuss eine dringliche Anfrage gestellt, die Grünen im Innenausschuss.

Verena Schäffern (Bündnis 90/Die Grünen) spricht im Landtag. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild

Wie am Dienstagabend bekannt geworden war, sind die Kölner Ermittler im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach auf eine mögliche Querverbindung zum Fall in Lügde gestoßen: Wie Sicherheitskreise der Deutschen Presse-Agentur bestätigten, prüfen die Behörden bereits seit längerem Verbindungen zwischen Verwandten des mutmaßlichen Täters von Bergisch Gladbach und dem Campingplatz in Lügde. Aus Sicht der Ermittler könnte es sich auch um einen Zufall handeln. Ausgeschlossen ist ein Zusammenhang aber noch nicht.

Wie zuvor „Kölner Stadt-Anzeiger“, WDR und RTL berichteten, hatte einer der Verwandten in den 80er und 90er Jahren einen Stellplatz in Lügde. Der Verwandte sei selbst wegen Missbrauchs verurteilt worden. Er bestreite, die Täter von Lügde persönlich kennengelernt zu haben, so der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Für die SPD-Fraktion hat der Abgeordnete Dennis Mälzer die Anfrage gestellt: „Zusammenhang der Missbrauchsfälle in Lügde und Bergisch-Gladbach: Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung?“ Die Grünen-Abgeordnete Verena Schäffer will das Gleiche von Innenminister Reul (CDU) Im Innenausschuss erfahren. Beide Gremien tagen am Donnerstag.

Im Fall Lügde geht es um jahrelangen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in der Stadt im Kreis Lippe. In einem weiteren Fall stießen Ermittler ausgehend von Bergisch Gladbach auf zahlreiche Verdächtige, die Kinder missbraucht und Bilder davon bundesweit getauscht haben sollen.


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