NRW

Missbrauchsfälle: Staatsanwaltschaft sieht keine Verbindung

Kriminalität

Mittwoch, 15. Januar 2020 - 12:39 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat nach Angaben eines Sprechers keine Erkenntnisse über einen strafrechtlich bedeutsamen Zusammenhang zwischen den Missbrauchsfällen in Bergisch Gladbach und Lügde. „Wir haben keinerlei Erkenntnisse darüber gewonnen, dass Täter aus unserem Tatkomplex Bergisch Gladbach auch an den in Lügde begangenen Taten beteiligt gewesen sein könnten“, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn am Mittwoch auf dpa-Anfrage.

Ein Schild steht vor dem Sitz der Kölner Staatsanwaltschaft. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Sicherheitskreise hatten der dpa am Dienstagabend bestätigt, dass die Ermittler auf eine mögliche Querverbindung zum Fall in Lügde gestoßen seien. Demnach prüften die Behörden bereits seit längerem Verbindungen zwischen Verwandten des mutmaßlichen Täters von Bergisch Gladbach und dem Campingplatz in Lügde. „Dabei haben sich aber keine Hinweise auf strafrechtlich relevante Sachverhalte ergeben“, sagte Willuhn.

„Kölner Stadt-Anzeiger“, WDR und RTL hatten zuvor berichtet, dass einer der Verwandten, der vorher bereits selbst wegen Missbrauchs verurteilt worden sei, in den 80er und 90er Jahren in Lügde einen Stellplatz gehabt. Nach dem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeigers“ bestreitet der Mann, die Täter von Lügde persönlich kennengelernt zu haben. Zudem soll den Medienberichten zufolge ein weiterer Verwandter den Campingwagen an einen der Hauptverdächtigen von Lügde verkauft haben.

Nach einem WDR-Bericht sollen die Ermittler bei dem Verdächtigen aus Bergisch Gladbach zudem kinderpornografisches Material gefunden haben, das in Lügde entstanden sein soll. Dies wollte Willuhn weder bestätigen noch dementieren.


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