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NRW

Missbrauchsfall: Ermittlungen gegen Chat-Teilnehmer

Kriminalität

Donnerstag, 25. Juni 2020 - 16:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln/Bergisch Gladbach. Bei den Ermittlungen zum Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach hat die Polizei jetzt zahlreiche weitere Mitglieder von Chat-Gruppen namentlich identifiziert. Den 24 Beschuldigten werde der Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Gegen sie werde nicht wegen sexuellen Kindesmissbrauchs ermittelt. Insgesamt gebe es somit allein in NRW derzeit 52 Beschuldigte in dem Verfahren. Unverändert säßen elf Verdächtige in Untersuchungshaft, gegen acht Männer wurden bereits Anklagen erhoben.

Auf einer Richterbank liegt ein hölzerner Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Im August soll der Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs gegen einen 42-Jährigen beginnen, von dem die Ermittlungen ihren Ausgang nahmen. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in Bergisch Gladbach hatten Beamten im vergangenen Oktober riesige Mengen kinderpornografischen Materials gefunden. Bei der Auswertung stießen sie unter anderem auf Chat-Gruppen mit bis zu 1800 Teilnehmern. Bundesweit konnten nach früheren Angaben bisher mehr als 70 Tatverdächtige und über 40 Opfer identifiziert werden.

Einen Täter hat das Landgericht Kleve kürzlich zu zehn Jahren Haft und dauerhafter Unterbringung in der Psychiatrie verurteilt. Gegen zwei Angeklagte läuft derzeit der Prozess in Mönchengladbach.

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