NRW

Missbrauchsopfer klagt: Woelki pocht nicht auf Verjährung

Montag, 5. Dezember 2022 - 18:55 Uhr

von dpa

© Federico Gambarini/dpa/Archiv

„In diesem besonderen Fall hatte ich den Wunsch, auf die Einrede der Verjährung zu verzichten“, wurde Woelki in der Mitteilung zitiert. Den „beispruchsberechtigten Gremien“ sei er „sehr dankbar“, dass sie die Entscheidung unterstützten.

Sie wurde nur wenige Stunden vor einer am Dienstag geplanten mündlichen Verhandlung in dem Fall vor dem Kölner Landgericht publik gemacht und ist für diesen sehr relevant. Denn das Thema der Verjährung galt als ein Knackpunkt in dem Verfahren.

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In dem Fall fordert ein heute 62-Jähriger, der in den 1970er Jahren nach eigenen Angaben von einem katholischen Priester missbraucht wurde, mehr als 700.000 Euro Schmerzensgeld vom Erzbistum. Sein Anwalt sieht das Bistum in der Amtshaftung für das von seinem Mandanten erlittene Leid.

Der Fall ist den Angaben zufolge auch im 2021 veröffentlichten Gutachten des Strafrechtlers Björn Gercke zum Umgang mit Missbrauchsvorwürfen gegen Priester im Erzbistum Köln zu finden.

Die letzte Tat liege 43 Jahre zurück, erläuterte das Erzbistum. Seinerzeit habe eine Verjährungsfrist von 30 Jahren gegolten.


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