NRW

Mit Riesenotter-Dame beginnt Auswilderungsprojekt

Naturschutz

Freitag, 17. Januar 2020 - 12:59 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Duisburg. Mit einem im Duisburger Zoo geborenen Riesenotter startet ein Auswilderungsprojekt für die stark gefährdete Tierart in Argentinien. Otterdame „Alondra“ werde derzeit in ihrer neuen Heimat auf das Leben in der Natur vorbereitet, teilte der Zoo am Freitag mit. Der Beginn ist nach Angaben von Beobachtern des europäischen Erhaltungszuchtprogramms erfolgreich: „„Alondra“ jagt erfolgreich Fisch und hat bereits selbstständig eine Höhle in das Steilufer gegraben.“

Mit einem im Duisburger Zoo geborenen Riesenotter startet ein Auswilderungsprojekt in Argentinien. Foto: Canan Sevil/Archivbild

Nach Angaben des Zoos wurde der Riesenotter in Argentinien vor 50 Jahren ausgerottet. Als Konkurrent der Fischer und wegen des weichen Fells wurden sie gejagt. Die Raubtiere haben einen langen Paddelschwanz, können bis zu zwei Meter lang werden und 30 Kilogramm wiegen.

Noch ist „Alondra“ auf sich allein gestellt. Demnächst bekommt sie in ihrer neuen Heimat im Nationalpark Iberá Gesellschaft von einem Ottermännchen aus Dänemark. Artenschützer hoffen auf Nachwuchs. Für den Duisburger Zoo ist das Projekt sehr bewegend: „Wir sind sehr stolz, dass der erste Riesenotter, der ausgewildert wird, aus unserem Zoo kommt“, sagte ein Sprecher. Das Otterweibchen wurde hier vor neun Jahren geboren.

In dem Zoo leben derzeit zwei Riesenottern, Vater und Sohn. Die Raubtiere sind geschickte Jäger, im Familienverband sehr wehrhaft und sogar für Jaguare ein echter Gegner.


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