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NRW

Mitarbeiter unter Verdacht: Polizei Paderborn sucht Fehler

Kriminalität

Freitag, 22. November 2019 - 13:38 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Paderborn. Die Polizei in Paderborn will ihr Einstellungsverfahren nach dem Kinderpornografie-Verdacht gegen einen Mitarbeiter generell überprüfen. „Es sind nicht alle Prüfungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden, die es bei einem Einstellungsverfahren gibt“, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag zu dem konkreten Fall. Der Prozess von der Bewerbung bis zum Beginn der Tätigkeit des IT-Ermittlungsunterstützers im Juli 2019 werde genau durchleuchtet. Dieses Verfahren laufe noch. Klar sei bereits, dass der Mann vor seiner Einstellung nicht über die Datenbanken von Polizei oder Verfassungsschutz überprüft wurde, obwohl das geänderte NRW-Datenschutzgesetzes das ausdrücklich zulasse.

Der 34-Jährige war freigestellt worden, weil sich Hinweise gegen ihn „wegen des Verdachts auf den Besitz von Kinderpornografie“ erhärtet hatten, wie die Polizei am Donnerstag berichtet hatte. Bei einer internen Untersuchung habe sich herausgestellt, dass gegen ihn ein Strafverfahren im Kreis Lippe laufe. Seine Aufgabe in Paderborn war es, Material aus Datenträgern so aufzubereiten, dass es Polizeibeamte im Anschluss sichten konnten. Damit sollte der Regierungsbeschäftigte die „Direktion Kriminalität“ unterstützen, die auch mit der Bekämpfung von Kinderpornografie befasst ist.

Laut Medienberichten soll der Mann in einem Freibad im Kreis Lippe „entsprechende Fotos“ angefertigt haben, daher laufe seit Längerem ein Verfahren gegen ihn. Die Staatsanwaltschaft Detmold ermittelt gegen den 34-Jährigen, äußerte sich aber auch am Freitag nicht weiter. Laut Paderborner Behörde war das polizeiliche Führungszeugnis des Mannes „sauber“. Er habe im Bewerbungsgespräch gesagt, dass gegen ihn nichts laufe. „Anhaltspunkte im persönlichen Bereich“ des Mitarbeiters hätten zur jüngsten Überprüfung geführt.

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