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Mönchengladbach kritisiert Verhalten von Polizei und Fans

Fußball

Freitag, 25. Oktober 2019 - 16:27 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Rom/Mönchengladbach. Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat nach dem Europa-League-Spiel in Rom das Vorgehen der italienischen Sicherheitskräfte ebenso wie das Verhalten einiger Fans scharf kritisiert. „Es geht nicht, dass unbeteiligte Menschen, darunter Frauen und Kinder, nicht so behandelt werden, wie Menschen behandelt werden sollen“, erklärte Borussia-Sportdirektor Max Eberl am Freitag in Mönchengladbach.

Gladbacher Fans brennen Bengalos ab. Foto: Marius Becker/dpa

Nach Angaben des Gladbacher Vereins hat die italienische Polizei beim Vorgehen gegen das Abbrennen von Pyrotechnik im Gäste-Fanblock des Olympiastadions im Verlauf des Spiels am Donnerstagabend auch unbeteiligte Zuschauer drangsaliert und ist dabei rücksichtslos vorgegangen. Gästefans mussten demnach unter anderem bis zu drei Stunden nach dem Abpfiff im Stadion bleiben.

Wie Vereinssprecher Markus Aretz mitteilte, wurden vier Personen, darunter ein Mitarbeiter der Borussia, festgenommen. „Es ist für uns komplett inakzeptabel, dass ein Mitarbeiter, der seinen Job macht, in Gewahrsam genommen wird“, erklärte Aretz. Der Vereinsmitarbeiter sei beim Filmen des Vorgehens der Sicherheitskräfte festgenommen worden. Die vier Personen befanden sich demnach auch am Freitagmittag noch im Gewahrsam der italienischen Polizei.

Zugleich beschwerte sich Eberl über das Verhalten der Anhänger, die unmittelbar vor dem Match Feuerwerkskörper zündeten und einen Teil des Stadions in dichte Rauchschwaden hüllten. „Pyro ist blödsinnig, es hilft keinem. Das sind Menschen, die sich profilieren und in den Vordergrund stellen wollen.


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