Mord in Bonner Eroscenter zum dritten Mal vor Gericht

dpa/lnw Köln. Ein 59-Jähriger soll eine Prostituierte in Bonn erstickt haben, um an ihre Ersparnisse zu kommen. Der Fall beschäftigt die Justiz schon seit geraumer Zeit. Nun folgt ein neuer Anlauf.

Mord in Bonner Eroscenter zum dritten Mal vor Gericht

Mord in Bonner Eroscenter zum dritten Mal vor Gericht. Foto: Oliver Berg/Archiv

Im Fall um den Mord und Raub an einer Prostituierten stehen heute ein 59-Jähriger und eine 43 Jahre alte Frau vor dem Landgericht Köln. Der Angeklagte soll im Juni 2009 die damals 37 Jahre alte Prostituierte in einem Bonner Eroscenter an den Händen gefesselt und sie mit einer Plastiktüte und einem Vorhang erstickt haben. Geplant habe er die Tat mit seiner Mitangeklagten, einer Kollegin des Opfers. Ziel des Deutschen und der Dominikanerin sei gewesen, an die Ersparnisse der Frau in Höhe von rund 40 000 Euro zu kommen.

Der Prozess in Köln ist bereits der dritte Anlauf, den Fall vor Gericht zu klären. 2010 und 2012 wurde der Angeklagte vom Landgericht Bonn jeweils schuldig gesprochen und zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Die Mitangeklagte wurde zu drei beziehungsweise zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob aber alle Urteile wegen Fehlern in der Beweiswürdigung auf. Die Richter verwiesen den Fall zur Neuverhandlung ans Landgericht Köln.