NRW

Mordanklage wegen Attacke im Hausflur mit Hammer und Messer

Prozesse

Mittwoch, 19. August 2020 - 17:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Münster. Weil er den 77-jährigen Lebensgefährten seiner verstorbenen Mutter mit einem Hammer geschlagen und dann erstochen haben soll, ist ein 52-Jähriger in Münster wegen Mordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft geht laut Mitteilung von Mittwoch davon aus, dass der Beschuldigte vor der Tat schon lange Streit mit dem späteren Opfer hatte. Sie hatten mehrere Jahre alle drei eine Wohnung geteilt. Nach dem Tod der Mutter hätten sich Streitigkeiten zwischen dem 77-Jährigen und dem Beschuldigten so sehr verschärft, dass der Senior schließlich im April auszog. Zwei Wochen später hatte er dann in Begleitung seines 27 Jahre alten Sohnes noch Sachen aus der Wohnung holen wollen. Der Beschuldigte verwehrte ihnen den Angaben zufolge den Zutritt zur Wohnung. Im Treppenhaus sei es dann zu einem Streit gekommen, so die Staatsanwaltschaft.

Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa

Laut Anklage soll der 52-Jährige mit einem zuvor bereit gelegten Hammer von hinten auf den Kopf des älteren Mannes geschlagen haben. Als der 27-Jährige Begleiter seinem zu Boden gehenden Vater zur Hilfe kommen wollte, soll der Beschuldigte ihm ebenfalls mit dem Hammer gegen den Kopf geschlagen haben. Er versuchte robbend zu entkommen, der Beschuldigte soll ihm immer wieder nachgesetzt haben. Dies wertet die Staatsanwaltschaft als versuchten Totschlag. Schließlich sei es dem jungen Mann gelungen, dem 52-Jährigen den Hammer zu entreißen.

Auch danach habe der Beschuldigte nicht von seinem ersten Opfer abgelassen: Erst soll er mit einem Teleskopschlagstock zugeschlagen haben. Als der Mann wieder auf die Beine kam, soll er ein Messer genommen und ihn von hinten in die Halsseite gestochen haben. Der Beschuldigte schweige in der Untersuchungshaft zu den Vorwürfen.

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