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NRW

Mordprozess Höxter: Psychiater sagt zu Wilfried W. aus

Prozesse

Dienstag, 14. November 2017 - 01:27 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Paderborn. Im Prozess um die tödlichen Misshandlungen von Höxter geht es jetzt um die Einschätzungen der Psychiater. Nach vorläufigen Gutachten sind beide Angeklagten schuldfähig.

Ein Polizeiauto vor dem Land- und Amtsgericht in Paderborn. Foto: Guido Kirchner/Archiv

Mit der Aussage der psychiatrischen Gutachter setzt das Landgericht Paderborn heute den Prozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter fort. Zum voraussichtlichen Abschluss der Beweisaufnahme wird zuerst Gutachter Michael Osterheider zu Wilfried W. aussagen. Der 47-Jährige ist neben der 48-Jährigen Angelika W. angeklagt wegen Mordes durch Unterlassen. Nach vorläufigen Gutachten sind beide Angeklagten schuldfähig.

Die Angeklagten sollen über Jahre hinweg mehrere Frauen in das Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge der Quälereien. Osterheider ist Professor für Forensische Psychiatrie an der Uni Regensburg.

Anfänglich hatte sich Wilfried W. zum Prozessstart im Oktober 2016 geweigert, mit dem Experten zu sprechen. Diese Haltung hatte er aber im weiteren Verlauf und nach einer eigenen Aussage aufgegeben.

Ob für die Befragung Osterheiders der 33. Prozesstag ausreicht, ist noch offen. Weitere Termine hat das Landgericht Paderborn noch bis Weihnachten angesetzt. Mit einem Urteil wird erst 2018 gerechnet.


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