NRW

Mordverdacht in Kita: Ermittlungen gegen Erzieherin

Kriminalität

Montag, 25. Mai 2020 - 15:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Viersen. Eine Erzieherin, die in einer Kita in Viersen eine Dreijährige ermordet haben soll, hat wegen früherer Vorfälle in Kindergärten bereits im Fokus der Ermittler gestanden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Mehrere Streifenwagen der Polizei stehen aufgereiht nebeneinander. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Wegen welcher Verdachtsmomente genau gegen die 25-Jährige ermittelt worden war und was aus den Untersuchungen der Polizei wurde, blieb zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft wollte am Montag keine Auskünfte geben. Offen blieb auch die Todesursache des Kindes. Laut „Bild“-Zeitung hat die Obduktion eine Gewalteinwirkung gegen Hals und Brust ergeben.

Das Mädchen war am 21. April von einem Notarzt wegen Atemstillstands ins Krankenhaus gebracht worden. Am 4. Mai starb das Kind dort. Die Erzieherin war festgenommen worden und sitzt seit dem 20. Mai wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Die Stadt Viersen hatte einen Tag später in einer Pressemitteilung lediglich erklärt, dass ein Kind in einer städtischen Kita einen Atemstillstand erlitten habe und der Staatsanwalt ermittele. Dass zu diesem Zeitpunkt bereits die 25-Jährige wegen Mordverdachts hinter Gittern saß, wurde erst einen Tag später durch die Ermittler publik gemacht.

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