NRW

Mutmaßliche IS-Rückkehrerin wegen Kriegsverbrechen angeklagt

Extremismus

Mittwoch, 11. November 2020 - 17:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Karlsruhe. Einer mutmaßlichen IS-Rückkehrerin soll bald in Düsseldorf der Prozess gemacht werden. Die Bundesanwaltschaft hat dort am Oberlandesgericht Anklage gegen die Frau erhoben, wie die Karlsruher Behörde am Mittwoch mitteilte. Der mehrfachen Mutter werden unter anderem Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen gegen das Eigentum vorgeworfen.

Blick auf den Eingang zum Oberlandesgericht in Düsseldorf. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archiv

Die Deutsche war im Juli bei ihrer Einreise am Frankfurter Flughafen festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Sie soll 2015 ihre dreijährige Tochter mit nach Syrien genommen haben, um sich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Dort heiratete sie laut Bundesanwaltschaft ein hochrangiges IS-Mitglied - ebenfalls aus Deutschland - und gründete eine Familie.

Der Frau wird vorgeworfen, mit Mann und Kindern kostenfrei in mehreren Wohnungen gelebt zu haben, deren rechtmäßige Eigentümer der IS getötet oder vertrieben hatte. Außerdem soll sie die Arbeitskraft einer versklavten Jesidin in Anspruch genommen haben, die eine Freundin auf Wunsch bei zahlreichen Besuchen mitgebracht habe.

Die Familie war später in kurdische Gefangenschaft geraten. Zuletzt hatte die Frau in der Türkei in Abschiebehaft gesessen.

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