NRW

Mutmaßliche IS-Terroristin aus Leverkusen vor Gericht

Prozesse

Donnerstag, 25. Februar 2021 - 02:45 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Eine 35-Jährige aus Leverkusen soll in Syrien als IS-Terroristin gelebt haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr unter anderem vor, dass sie eine Jesidin als Sklavin für sich putzen ließ.

Der Schriftzug „Landgericht Düsseldorf“ hängt an der Fassade des Landgerichts. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Eine mutmaßliche IS-Terroristin aus Leverkusen muss sich von heute an in Düsseldorf vor Gericht verantworten. Der 35-Jährigen werden auch Kriegsverbrechen, Menschenhandel und Freiheitsberaubung vorgeworfen.

Die 35-jährige Frau aus Leverkusen soll im Februar 2015 mit ihrer damals dreijährigen Tochter nach Syrien ausgereist sein, um sich dort der Terrormiliz anzuschließen. Zum Putzen und Aufräumen soll die inzwischen dreifache Mutter eine vom IS versklavte Jesidin genutzt haben.

Anfang März 2020 war die Deutsche mit ihren Kindern in kurdische Gefangenschaft geraten. Bei ihrer Einreise am Frankfurter Flughafen war die 35-Jährige festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat für den Fall zunächst 14 Verhandlungstage bis 22. April eingeplant.

© dpa-infocom, dpa:210224-99-578042/2

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