Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

Mutmaßliche IS-Terroristin im September vor Gericht

Prozesse

Freitag, 19. Juli 2019 - 12:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Eine mutmaßliche IS-Terroristin aus Bochum wird sich vom 10. September an in Düsseldorf vor dem Oberlandesgericht verantworten müssen. Die Bundesanwaltschaft wirft der 27-jährigen Deutschen Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor.

Sie soll im Februar 2014 nach Syrien gereist sein und sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben. Noch am Tag ihrer Einreise soll sie einen IS-Kämpfer geheiratet haben, zu dem sie über das Internet Kontakt geknüpft hatte.

Mit ihm und dem gemeinsamen Kind soll sie in Syrien und im Irak in verschiedenen ihr vom IS zugewiesenen Wohnungen gelebt haben, deren Bewohner vor dem IS geflohen waren. Zeitweilig soll sie auch Zweitfrau eines höherrangigen IS-Mitglieds gewesen sein.

Laut Anklage wurde sie im Umgang mit Kriegswaffen ausgebildet und trug zeitweilig einen Sprengstoffgürtel. Solche Gürtel soll sie anderen deutschsprachigen Frauen zum Kauf angeboten haben.

Im Februar 2017 sei sie an der Grenze zur Türkei festgenommen worden und dort in Abschiebehaft gekommen. Zurück in Deutschland sei sie seit August 2017. Das Gericht hat für den Prozess bis Mitte Dezember zunächst zwölf Verhandlungstage angesetzt.

Ihr Kommentar zum Thema

Mutmaßliche IS-Terroristin im September vor Gericht

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha