NRW

Mutmaßliche IS-Terroristin vor Gericht

Prozesse

Freitag, 6. März 2020 - 01:59 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Eine Mutter aus Oberhausen soll mit ihren drei Kindern ins IS-Gebiet nach Syrien gereist sein. Ihr kleiner Sohn stirbt bei einem Raketenangriff. Nicht nur deshalb steht die Frau nun vor Gericht.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Copyright: pixabay.com/Decker & Böse Rechtsanwaltsgesel/obs/Symbolbild

Eine 32-jährige Deutsche aus Oberhausen muss sich vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht als mutmaßliche IS-Terroristin verantworten. An diesem Freitag (9.30 Uhr) beginnt der Prozess gegen die Frau. Laut Anklage reiste sie mit drei kleinen Kindern ins vom Islamischen Staat (IS) beherrschte Gebiet nach Syrien. Die Kinder waren damals drei, sechs und sieben Jahre alt.

Dort soll sie ihren sechsjährigen Sohn in ein Camp für Kindersoldaten gegeben haben. Der Kleine starb 2018 in Syrien bei einem Raketenangriff. Ein halbes Dutzend Straftaten haben die Ankläger aufgelistet. Der Frau drohen nun bis zu 15 Jahre Haft. Seit elf Monaten befindet sich die 32-Jährige in Untersuchungshaft. Das Oberlandesgericht hat bis Ende April für den Prozess zunächst elf Verhandlungstage angesetzt.


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