Mutmaßlicher IS-Terrorist in Düsseldorf vor Gericht

dpa/lnw Düsseldorf. Vor einem Jahr nahm eine Spezialeinheit in einer Kleinstadt im Münsterland einen Mann aus Zentralasien fest. Bevor er nach Deutschland kam, soll sich der Tadschike in Syrien dem Islamischen Staat angeschlossen haben.

Ein 31-jähriger Tadschike muss sich von heute an in Düsseldorf als mutmaßlicher IS-Terrorist vor dem Oberlandesgericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, sich 2015 im syrischen Rakka der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen zu haben. Das Gericht hat zunächst acht Verhandlungstage angesetzt.

Der IS soll den Islamisten als Wachmann und in der Verwaltung eingesetzt haben. In fünf Videos soll er zudem im Internetportal „Youtube“ seine Landsleute in Tadschikistan dazu aufgerufen haben, sich am Dschihad zu beteiligen und sich dem IS anzuschließen.

Von Syrien soll er dann 2015 nach Deutschland gelangt sein. Vor einem Jahr war er im Münsterland festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft.