NRW

Mutmaßlicher Millionenbetrüger in Düsseldorf vor Gericht

Prozesse

Montag, 22. Januar 2018 - 02:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die Bankbelege über sein angebliches Millionenvermögen waren laut Anklage gefälscht, der extrem aufwendige Lebensstil aber echt: Nun muss ein 48-jähriger Ratinger als mutmaßlicher Millionenbetrüger vor Gericht.

Ein mutmaßlicher Millionenbetrüger muss sich von heute an in Düsseldorf vor dem Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 48-jährigen Ratinger 18 Fälle von gewerbsmäßigem Betrug mit einem Volumen von weit über drei Millionen Euro vor.

So soll der Angeklagte drei Immobilien im Wert von jeweils rund einer Million Euro erworben haben. Seine Kaufkraft habe er dabei mit gefälschten Bankbeleg vorgetäuscht und die Summe nie gezahlt. Der 48-jährige habe zudem ausgiebig in Ratingen und Düsseldorf in diversen Hotels residiert, deren unbezahlte Rechnungen sich laut Anklage auf über 36 500 Euro summierten.

Auch bei einem Neuwagen sparte sich der Ratinger laut Ermittlern das Zahlen der Rechnung: 84 000 Euro sei er schuldig geblieben. Der Verteidiger des 48-Jährigen wollte vor Prozessbeginn keine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgeben. Das Landgericht hat für den Fall sieben Verhandlungstage angesetzt.


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