NRW

Mutter soll neugeborene Tochter misshandelt haben: Anklage

Prozesse

Freitag, 29. Januar 2021 - 16:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bonn. Eine Mutter (27) soll ihre erst wenige Wochen alte Tochter körperlich so schwer misshandelt haben, dass das Kind irreparable Schäden erlitt. Vor dem Bonner Landgericht soll sich die Frau demnächst wegen gefährlicher und schwerer Körperverletzung sowie Misshandlung einer Schutzbefohlenen verantworten, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag mitteilte.

Die Anklage wirft der Mutter von drei Kindern vor, mit stumpfen Gegenständen gegen den Kopf ihrer neugeborenen Tochter geschlagen zu haben. Bei dem Mädchen wurden neben Schädelverletzungen zudem Brüche der Schienbeine und des linken Oberarms festgestellt. Schließlich soll die Frau das Baby so geschüttelt haben, dass es zu einem Hirntrauma geführt haben soll.

Die Mutter war im Februar 2019 mit ihrer Tochter zu einer Kinderärztin gegangen. Da akute Lebensgefahr bestand, schickte die Medizinerin die Angeklagte und ihr Kind umgehend in eine Uniklinik.

Der Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Hirnschäden durch die massive Gewalteinwirkung irreparabel sind. Die alleinerziehende Mutter konnte sich bei ihrer Vernehmung nach eigener Aussage nicht erklären, wie es zu den Verletzungen gekommen sein könnte. Der Prozess ist noch nicht terminiert.

© dpa-infocom, dpa:210129-99-225704/2

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