NRW

NRW: 2021 keine Entspannung auf Dauer-Stau-Strecken

Jahreswechsel

Dienstag, 29. Dezember 2020 - 06:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Autobahnkreuz Dortmund Unna, Leverkusen, A40, Kreuz Hilden. Wenn Autofahrer diese Strecken im Radio hören, wissen sie schon, was droht: Stau. Wo Langmut hinterm Lenker am meisten gefragt sein wird, hat Straßen.NRW für das neue Jahr vorausberechnet.

Autos stehen im morgendlichen Berufsverkehr im Stau. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Im neuen Jahr werden vor allem Pendler und Lastwagenfahrer mit zahlreichen Dauerbaustellen im nordrhein-westfälischen Autobahnnetz zu kämpfen haben. Der Neubau und die Reparatur maroder Brücken bleiben Hauptursache für Nadelöhre mit zähfließendem Verkehr. Das geht aus Berechnungen der Verkehrszentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW für die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf hervor.

Der größte Engpass ist demnach, wie schon in den Vorjahren, zwischen der Anschlussstelle Volmarstein und dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna zu erwarten. Unter den zehn am schlimmsten belasteten Stau-Strecken auf insgesamt 2200 Autobahn-Kilometern in NRW ist auf sechs Abschnitten das Ruhrgebiet betroffen. Rund um Essen, Bochum, Recklinghausen treffen Autofahrer auf alt bekannte Problemstrecken, aber auch im Rheinland, etwa rund um die baufällige Leverkusener Brücke.

Der ADAC rechnet für das neue Jahr mit reichlich Staus in NRW. Laut seiner jüngst veröffentlichten Auflistung könnten 2021 teilweise mehrere Dauerbaustellen hintereinander den Verkehr ausbremsen. Darunter sind Baustellen auf der A1 Hagen - Köln, auf der A1/A46 rund um das Kreuz Hilden, auf der A3 zwischen der niederländischen Grenze und Bottrop, auf der A45 Hagen - Gießen sowie auf der A40 im Ruhrgebiet. Allein auf der A40 von Essen nach Duisburg zählte der ADAC im Jahr 2020 insgesamt 6470 Staus.

Ein bisschen Entlastung könnte allenfalls die Corona-Krise auf den Autobahnen bringen. Zumindest 2020 hat der Landesbetrieb Straßen.NRW hier weniger Staus infolge eines geringeren Verkehrsaufkommens verzeichnet - vor allem beim ersten Lockdown im Frühjahr.

Das NRW-Verkehrsministerium will bei allem Ärger über Staus die Perspektive nicht außer Acht lassen: „Da, wo gebaut wird, wird es natürlich auch bald besser“, heißt es aus dem Haus von Minister Hendrik Wüst (CDU). „Neubau, Sanierung und bedarfsgerechter Ausbau werden den Verkehr in Nordrhein-Westfalen in Zukunft besser fließen lassen.“ Dann profitierten die meisten Autofahrer von den Investitionen in die Infrastruktur.

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