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NRW

NRW-Ermittler hören weniger Telefone ab als früher

Telekommunikation

Donnerstag, 26. Oktober 2017 - 06:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die Zahl der von Ermittlern abgehörten Telefone ist in Nordrhein-Westfalen und auch bundesweit rückläufig. Im vergangenen Jahr sind in NRW 1779 Telefone mit richterlicher Genehmigung abgehört worden - 8,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Bundesweit waren es 21 355 Telefonanschlüsse und ein Rückgang von 5,9 Prozent.

Mann sitzt mit Kopfhörern vor einem Computer in einem Büro. Foto: Christian Charisius/Archiv

Der Trend wird auch bei einem langfristigen Vergleich bestätigt: Die Anzahl der Überwachungsanordnungen habe 2016 in NRW um 13 Prozent unterhalb der des Durchschnitts der letzten 20 Jahre gelegen, berichtete ein Sprecher des Justizministeriums in Düsseldorf auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Im Jahr 2013 waren noch 2545 Telefone in NRW abgehört worden.

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Die Gründe für die Abhörmaßnahmen reichen quer durch das Strafgesetzbuch. Am häufigsten wird in Verfahren zur Bandenkriminalität, Mord und Totschlag, Raub und Erpressung sowie der Drogenkriminalität abgehört.

Dabei greifen die Ermittler in NRW vergleichsweise selten zu diesem Instrument: Obwohl Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste Bundesland ist, wird weniger abgehört als in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen.

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