NRW-Grüne wollen Schutzschirm für Gastronomen und Hotellerie

dpa/lnw Düsseldorf. Die Grünen in Nordrhein-Westfalen haben von der Landesregierung einen Rettungsschirm für Gastronomen gefordert. Die Landesvorsitzende Mona Neubaur sagte der „Rheinischen Post“ (Freitag), nötig sei ein sofortiger „Rettungsschirm Gastro und Hotellerie“, wenn es nicht bald nur noch große unpersönliche Ketten geben solle, sondern weiter auch das kleine, inhabergeführte Lokal ums Eck.

NRW-Grüne wollen Schutzschirm für Gastronomen und Hotellerie

Mona Neubaur (Bündnis 90/Die Grünen) spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Lege man die vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga berechneten Mittel von über zwei Milliarden Euro zugrunde, die bundesweit zur Rettung der Gastronomie nötig seien, entfielen auf NRW rund 500 Millionen Euro, sagte Neubaur der Zeitung. Die Landesregierung müsse zudem sicherstellen, dass die Gastronomen damit nicht nur ihre gewerblichen Ausgaben, sondern auch ihre Lebenshaltungskosten finanzieren dürfen.

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen wollen Gastronomen am Freitag mit leeren Stühlen auf ihre Situation aufmerksam machen und auf eine baldige Öffnung der Gastronomie pochen. Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hatte den Gastwirten die Wiedereröffnung ihrer Betriebe in Aussicht gestellt. NRW arbeitet demnach mit Baden-Württemberg und anderen Bundesländern an einem gemeinsamen Konzept für Öffnungsschritte nach dem 4. Mai. Das Konzept solle bis zur nächsten Beratungsrunde zwischen Bund und Ländern am 30. April vorliegen.

Der Präsident des Dehoga in NRW, Bernd Niemeier, bezeichnete in der „Rheinischen Post“ selbst mit Lockerungen ab Anfang Mai die Aussichten als trüb: „Wir reden derzeit über einen nahezu flächendeckenden Umsatzausfall in Höhe von 100 Prozent. Restaurants werden voraussichtlich bei einem Wiederanfahren die Zahl ihrer Tische um mindestens die Hälfte reduzieren müssen, die Kosten bleiben aber gleich oder steigen sogar wegen der Erfüllung der Anforderungen.“