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NRW

NRW-Kliniken wollen vorsichtig zurück zum Regelbetrieb

Gesundheit

Mittwoch, 22. April 2020 - 13:06 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die Krankenhäuser in NRW, die in der Corona-Krise zahlreiche neue Intensivpflegebetten eingerichtet haben, wollen schrittweise zurück zum Regelbetrieb. Derzeit stünden viele Betten leer, weil der große Ansturm an Corona-Patienten bisher glücklicherweise ausgeblieben sei, erklärte die NRW-Krankenhausgesellschaft auf Anfrage. Zugleich mieden offensichtlich viele Patienten sogar mit gravierenden Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall aus Angst vor Corona-Ansteckung die Krankenhäuser.

Ein leeres Bett steht in der Intensivstation des Prosper Hospitals. Foto: Jonas Güttler/dpa/Archivbild

Etwa 50 Prozent der NRW-Krankenhausbetten stünden damit aktuell leer. „Eine schrittweise Wiederaufnahme des stationären Regelbetriebs sollte in den nächsten Wochen erfolgen“, sagte der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW, Jochen Brink, der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei sollten die Infektionszahlen in NRW ständig beobachtet werden und jederzeit ein Sicherheitsspielraum an Intensivbetten und Beatmungsplätzen gewahrt bleiben, betonte Brink. Die durchschnittliche Krankenhaus-Verweildauer von Patienten mit planbaren Eingriffen betrage eine Woche. Wenn die Corona-Infektionszahlen wieder hoch gingen, könnten die Krankenhäuser schnell reagieren und umsteuern, betonte Brink.

Die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser hatten die Zahl ihrer Intensivbetten seit Beginn der Krise erheblich gesteigert. Sie wuchs auf 7815 Betten an diesem Dienstag (21. April). 37 Prozent der Intensivbetten - also 2927 - waren laut NRW-Gesundheitsministerium zu diesem Zeitpunkt frei. Rund zwei Drittel der freien Intensivbetten haben Beatmungsmaschinen.

Um für die freien Betten zu sorgen, wurden planbare Operationen verschoben oder abgesetzt. Die Krankenhausgesellschaft beklagt erhebliche Erlösausfälle durch das „Freiräumen“ von Betten für die Corona-Vorsorge. Allerdings gibt es durch ein Ende März verabschiedetes Bundesgesetz einen Ausgleich für ausgebliebene Patienten.

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