NRW

NRW-Landtag verabschiedet Laschet: „Aufbruch“

Regierung

Mittwoch, 27. Oktober 2021 - 14:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Der nordrhein-westfälische Landtag hat sich am Mittwoch mit Beifall von Armin Laschet verabschiedet. Der 60-jährige CDU-Politiker war über vier Jahre lang Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslands. Seit Dienstag ist er Bundestagsabgeordneter. Am Mittag sollte der bisherige Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (46) in der Sondersitzung des Landesparlaments als sein Nachfolger gewählt werden.

Sondersitzung des Landtags von Nordrhein-Westfalen mit der Wahl des neuen Ministerpräsidenten. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Landtagspräsident André Kuper zitierte zu Beginn seiner Rede den Dichter Hermann Hesse mit den Worten: „Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“ Laschets Leben zeige, dass er stets bereit zu Aufbruch und Neubeginn gewesen sei. Der Unionskanzlerkandidat hatte sich schon vor der Bundestagswahl festgelegt, dass er auch im Falle eines Scheiterns nicht an seinen Ämtern in NRW festhalten werde.

Kuper erinnerte an Laschets politische Stationen - vom Stadtrat in dessen Heimatstadt Aachen über das Europäische Parlament, frühere Bundestagsjahre bis hin zum Regierungschef des größten Bundeslands. „Sie kennen das Leben in der Opposition wie in der Regierung, das Leben eines Ministers wie das des Ministerpräsidenten“, sagte der Präsident.

Laschet habe mit seinem schwarz-gelben Kabinett hinter sich sowohl während der Corona-Pandemie als auch während der Flutkatastrophe zügig gehandelt, den Weg für Hilfen bereitet und in vielen persönlichen Begegnungen Anteil genommen. Als Ministerpräsident habe Laschet den Ausstieg aus der Steinkohle politisch begleitet und „keinen Zweifel an der unverbrüchlichen Solidarität unseres Landes gegenüber Israel gelassen“.

Kuper lobte Laschets „vermittelnde Art, Menschen mit unterschiedlichen Positionen zusammenzuführen“. Diese Fähigkeit werde er nun an anderen Stellen einsetzen können. „Denn Kompromisse zu finden, ohne den eigenen Kompass zu verlieren, das hast Du verstanden; das zeichnet Dich neben vielem anderen aus.“

Nach dem lyrischen Einstieg wolle er Laschet zum Schluss nur eine wohl bekannte Ansage aus dem Navigationssystem zurufen: „Die Route wird neu berechnet.“

© dpa-infocom, dpa:211027-99-757155/2

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