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Uniper rechnet mit deutlich geringeren Verlusten für 2022

Mittwoch, 1. Februar 2023 - 18:06 Uhr

von dpa

© Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Die Kosten sind entstanden, nachdem Russland im vergangenen Jahr zunächst weniger und dann gar kein Pipelinegas mehr nach Deutschland geliefert hatte. Um Industriebetriebe und mehr als 500 Stadtwerke weiter mit Gas beliefern zu können, kauft Uniper seitdem Erdgas zu deutlich höheren Preisen auf anderen Märkten.

Uniper betonte, dass die tatsächlichen Verluste und die erwarteten Verluste aus Gasersatzbeschaffungskosten in der Zukunft mit den sich ändernden Gaspreisen weiter erheblich schwanken würden.

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„Die Höhe der künftig erwarteten Verluste basiert im Wesentlichen auf den Gaspreisen zum Bewertungszeitpunkt“, erklärte Uniper-Finanzchefin Tiina Tuomela. Wegen des signifikanten Rückgangs des Gaspreises zum Jahresende 2022 hätten die erwarteten Verluste für zukünftige Gasersatzbeschaffungskosten von rund 30 Milliarden Euro auf rund 5,9 Milliarden Euro reduziert werden können. „Auch in den zukünftigen Quartalen wird Unipers Ergebnis von der Höhe der Gasersatzbeschaffungskosten abhängen.“ Diese Kosten hingen wiederum ganz wesentlich von dem Gaspreis ab.

Für das Geschäftsjahr 2022 erwarte man jetzt einen Verlust vor Zinsen und Steuern von rund 10,4 Milliarden Euro (2021: plus 1,2 Milliarden Euro). Beim bereinigten Nettoergebnis rechnet das Unternehmen mit einem Verlust von rund 7 Milliarden Euro nach einen Gewinn von 906 Millionen Euro im Vorjahr. Genaue Zahlen will Uniper am 17. Februar veröffentlichen.


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Nach der Räumung des Braunkohleorts Lützerath ist ein Disziplinarverfahren gegen den Bürgermeister von Erkelenz, Stephan Muckel (CDU), abgeschlossen worden. Muckel solle eine Geldbuße von 3000 Euro zahlen und habe das akzeptiert, sagte eine Sprecherin des Kreises Heinsberg am Montag. Der Bürgermeister hatte sich einer Weisung der Bezirksregierung Köln widersetzt und nicht die verlangte Allgemeinverfügung zur Räumung von Lützerath erlassen. Der Politiker hatte darauf verwiesen, dass seine Stadt seit jeher den Tagebau ablehne. Dann hatte der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), die Weisung umgesetzt, mit „Bauchschmerzen“, wie er sagte.