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NRW

NRW-Tourismus wächst: Mehr Umsatz und mehr Beschäftigung

Tourismus

Montag, 4. November 2019 - 14:37 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen erfreut sich als Tourismusland wachsender Beliebtheit - vor allem bei den eigenen Bürgern. Kräftig gewachsen sind aber auch die Ausgaben ausländischer Gäste.

Radfahrer machen im Nationalpark Eifel am Urftsee ein Picknick. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Die Bedeutung des Tourismus für Wirtschaft und Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen wächst. Mittlerweile arbeitet jeder 20. Erwerbstätige in der Tourismusbranche. Knapp 467 000 Menschen waren 2017 direkt für den Tourismus tätig, wie aus der am Montag vorgestellten Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus in NRW“ hervorgeht. Das waren gut ein Zehntel mehr als bei der vorangegangenen Untersuchung für das Jahr 2013.

Die Tourismuswirtschaft sei damit hinsichtlich ihrer Beschäftigungswirkung größer als die Informations- und Kommunikationsbranche und gleichauf mit dem Baugewerbe. Werden auch die indirekt mit dem Tourismus verbundenen Arbeitsplätze hinzugezählt, arbeiten der Studie zufolge sogar rund 650 000 Beschäftigte für touristische Angebote. Das sind fast 7 Prozent aller Erwerbstätigen in NRW.

Als Tourismusland beliebt ist Nordrhein-Westfalen vor allem bei den eigenen Bürgern. Rund zwei Drittel des gesamten touristischen Konsums entfielen laut Studie auf die einheimischen Gäste. Sie gaben gut 31 Milliarden Euro aus - vor allem für Tagesausflüge. Besucher aus anderen Bundesländern ließen sich Besuche in NRW knapp 10 Milliarden Euro kosten, ausländische Gäste gaben rund 2,8 Milliarden Euro aus. Die Auslandsgäste gaben damit 46 Prozent mehr aus als 2013.

Die Tourismuswirtschaft sei eine „Querschnittsbranche mit einem enormen wirtschaftlichem Gewicht“, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Ihr Anteil fällt allerdings geringer aus als im Bundesdurchschnitt. Während der Tourismus in NRW laut Studie 2,9 Prozent des gesamten Bruttowertschöpfung im Land erbracht hat, waren es bundesweit 3,9 Prozent (2015). In der Studie wird der relativ geringe Anteilswert der Tourismuswirtschaft in Nordrhein-Westfalen auch auf die Stärke anderer Branchen zurückgeführt.

Die Bedeutung der Branche geht nach Ansicht der Geschäftsführerin von Tourismus NRW, Heike Döll-König, über die Wirtschaftszahlen hinaus. „Wo Tourismus stattfindet, stimmt auch die Lebensqualität für Einheimische“, sagte sie. Der Tourismus könne helfen, Fachkräfte nach Nordrhein-Westfalen zu holen und hier zu binden.

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