NRW

NRW hat 48 Sterne-Restaurants: Lockerer Stil ist angesagt

Essen & Trinken

Dienstag, 3. März 2020 - 11:40 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Dinieren in einer feinen Villa oder in lockerer Atmosphäre: Sterne-Küche gibt es in beiden Fällen. Der neue Guide Michelin betont den Trend zum unkomplizierten „Casual Fine Dining“. In NRW gibt es Bewegung bei den Restaurants mit einem Stern.

Insgesamt 48 Sterne-Restaurants gibt es in Nordrhein-Westfalen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Insgesamt 48 Sterne-Restaurants gibt es in Nordrhein-Westfalen. Das ist eines mehr als der Guide Michelin im vergangenen Jahr aufzählte. Während sich in der Topliga der Restaurants mit zwei und drei Sternen nichts änderte, meldete der Gourmetführer in seiner Ausgabe für 2020 bei den Ein-Sterne-Lokalen einige Bewegung: Vier verloren die Auszeichnung fünf neue kamen dazu.

Neu in dieser Liga spielt der „Setzkasten“ - ein Restaurant, das im Keller eines Düsseldorfer Supermarkts liegt. Münster hatte zuvor keines und nun gleich zwei Lokale dieser Klasse, das „Coeur D'Artichaut“ und das „ferment“. Neu im Bund der Häuser mit Stern sind auch „astrein“ in Köln und „Hannappel“ in Essen.

Der Michelin lobte allgemein den „Mix aus jungen, talentierten Köchen mit neuen, spannenden Ideen sowie etablierten Altmeistern“ und die große Vielfalt bei Küchenstilen und Konzepten. Ungebrochen sei der Trend zum „Casual Fine Dining“: Genuss auf hohem Niveau in lockerer Atmosphäre.

Mit zwei Sternen kann sich weiterhin das „Rosin“ in Dorsten von Fernsehkoch Frank Rosin schmücken. In dieser Klasse wird auch in zwei Lokalen in Köln gekocht, im „Le Moissonnier“ und im „Ox & Klee“. An der Spitze der Topgastronomie in NRW bleibt das „Vendôme“ in Bergisch Gladbach. Das Restaurant unter der Leitung von Joachim Wissler ist das einzige Drei-Sterne-Haus im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Die insgesamt 44 Ein-Sterne-Küchen in NRW sind nicht nur in großen Städten vertreten, sondern auch abseits oder am Rand der Ballungsgebiete, etwa in Euskirchen, Gummersbach oder Schmallenberg. Aber auch Düsseldorf hat zehn Lokale in der Klasse zu bieten und Köln neun. Mit den beiden Zwei-Sterne-Häusern hat die Domstadt die Nase vorn im Wettstreit der Nachbarstädte. Aachen kommt auf zwei, Essen auf drei und Bonn auf zwei ausgezeichnete Küchen. „Vorkoster“ Fernsehkoch Björn Freitag hat mit seinem „Goldenen Anker“ in Dorsten weiter einen Stern, und auch Nelson Müllers „Schote“ in Essen bleibt gelistet.

Vier Restaurants verloren die Auszeichnung. Diese sind „Kaspars“ in Köln, „Nenio“ in Düsseldorf, „am Kamin“ in Mülheim an der Ruhr und „Heldmann“ in Remscheid. Teils wurde das Konzept geändert oder die Häuser wurden geschlossen. Bundesweit haben 308 Restaurants Michelin-Sterne, es gibt zehn mit drei, 43 mit zwei und 255 mit je einem Stern.

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