NRW

NRW kontrolliert Wohnungen eines Immobilienunternehmens

Immobilien

Donnerstag, 13. August 2020 - 17:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Nach wiederholten Klagen über Missstände in Mietwohnungen eines Immobilienunternehmens hat das NRW-Bauministerium noch einmal Kontrollen in mehreren NRW-Städten gestartet. Das teilte das Ministerium am Donnerstag mit. „Nach Rückmeldung aus den Kommunen sind zahlreiche der damals aufgedeckten Missstände nicht oder nur unzureichend behoben worden“, hieß es zur Begründung. Kontrolliert wurde laut Ministerium unter anderem in Dortmund, Duisburg und Hagen. Das betroffene Unternehmen kritisierte die „abermals unangekündigte Kontrollaktion“ als „schlichtweg unverständlich“.

Vor einem Jahr waren bei einer ähnlichen Aktion in Wohnungen des Unternehmens erhebliche Mängel festgestellt worden, etwa mangelhafter Brandschutz, Feuchtigkeitsschäden oder kaputte Haustüren, wie das Ministerium damals berichtet hatte.

Ministerin Ina Scharrenbach (CDU) kritisierte in der aktuellen Mitteilung, nötige Zahlungen für Energie und Wasser oder Maßnahmen zur Instandhaltung würden oftmals erst auf wiederholtes Tätigwerden der Behörden umgesetzt. „Das ist kein verantwortungsbewusstes Verhalten eines Unternehmens und schadet dem Vertrauensverhältnis zwischen Mieter- und Vermieterschaft“, sagte Scharrenbach. Allerdings habe sich auch gezeigt, dass die Arbeit von Land und Kommunen in einzelnen Wohnungsbeständen zu Verbesserungen geführt habe.

Das Unternehmen erklärte, es habe den Eindruck, die erneuten Kontrollen seien vor dem Hintergrund der anstehenden Kommunalwahlen „allein politisch motiviert“. Die Hausverwaltung sei mit den Städten im ständigen Austausch und habe den Kontakt nach den Kontrollen im vergangenen Jahr noch verstärkt. Auch mit dem Bauministerium habe man das Gespräch gesucht.

Als Reaktion auf die Ergebnisse der Kontrollen seien Maßnahmen eingeleitet worden, um sowohl die Schadensursache wie auch die Folgeschäden zu beseitigen, so das Unternehmen. Damit angezeigte Schäden umgehend bearbeitet werden könnten, sei aber auch das Mitwirken der Mieter erforderlich, hieß es weiter. Mehrfach sei den Reparaturfirmen der Zutritt verwehrt worden.

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