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NRW

NRW leuchtet in „Dunkelfeldstudie“ Gewalt aus

Kriminalität

Montag, 19. August 2019 - 13:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Gewalt gegen Jungen und Männer ist ein gesellschaftliches Tabu-Thema. NRW will das nun erstmals in einer sogenannten Dunkelfeldstudie beleuchten. 60 000 Bürger sollen darüber Auskunft geben - ebenso wie über Gewalt gegen Mädchen und Frauen sowie ihr Sicherheitsempfinden.

Symbolbild zum Thema häusliche Gewalt. Foto: Maurizio Gambarini/Archivbild

Mit einer anonymen Befragung will Nordrhein-Westfalen das Thema Gewalt gegen Jungen und Männer aus der Tabu-Zone holen. Mit der repräsentativen, wissenschaftlich begleiteten Studie betrete die Landesregierung in diesem Spezialfeld bundesweites Neuland, sagte Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Montag in Düsseldorf.

Der Themenschwerpunkt ist Teil der ersten sogenannten Dunkelfeldstudie in NRW zu Gewalt gegen Mädchen, Frauen, Jungen und Männer. In dieser Woche erhalten 60 000 zufällig ausgewählte Personen in 81 Kommunen in NRW ein Ankündigungsschreiben des Landeskriminalamts. Anfang September soll der 67 Punkte umfassende Fragenkatalog dann per Post verschickt werden.

Die Landesregierung wolle damit auf einem wichtigen Feld der Gewaltbekämpfung „die Lichter anschalten“, sagte Scharrenbach. Die Studie solle vor allem Aufschluss geben, welche Gewalterfahrungen Menschen haben und warum in bestimmten Deliktbereichen häufig keine Anzeige erfolge. Darüber hinaus werde erstmals in NRW das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger abgefragt. Ergebnisse seien zum Sommer 2020 zu erwarten.

Gemeinsam mit Bayern plant NRW zudem, einen „heißen Draht“ für Jungen und Männer mit Gewalterfahrungen aufzubauen. Die „Hotline“ solle bis zum kommenden Frühjahr stehen, kündigte Scharrenbach an. Bayern und NRW wollten mit dieser Initiative vorangehen. Das Angebot solle aber auch für andere Bundesländer geöffnet werden.

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