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NRW

NRW startet ins Urlaubsglück: Staus möglich

Urlaub

Mittwoch, 10. Juli 2019 - 05:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Endlich Sommerferien: Wenn das größte deutsche Bundesland sich in den Urlaub aufmacht, wird es eng auf den Straßen und an Flughafenschaltern. Die Bahn eröffnet jetzt mehrere Großbaustellen.

Staus, Baustellen und mögliche Schlangen am Flughafen-Schalter: Wenn am Freitag die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen starten, kann es für viele Reisende eng werden. Der Düsseldorfer Flughafen erwartet für das kommende Wochenende rund 285 000 Fluggäste, wie der Flughafen mitteilte. Am meisten soll am Sonntag los sein, wenn etwa 90 000 Reisende in den Urlaub starten.

Auf der Straße werden den Angaben von Straßen.NRW zufolge schon am Freitagnachmittag Staus erwartet. Denn auch in den Niederlanden starten die ersten Urlauber in die Ferien. Betroffen sind demnach die A1, A31, A40, A57 und die A61. Insbesondere an den Dauerbaustellen wie an der A1 zwischen dem Westhofener Kreuz und Dortmund/Unna sowie am Kreuz Lotte/Osnabrück an der Grenze zu Niedersachsen sei die Staugefahr sehr hoch, erklärte der Leiter der Straßen.NRW, Hanno Bäumer.

Am Düsseldorfer Flughafen war es in den vergangenen Jahren mehrfach an den Sicherheitskontrollen zu längeren Wartezeiten gekommen. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert, dass die Belegschaft der für die Sicherheit zuständigen Firma Kötter unter großem Druck stehe, wie Sprecher Özay Tarim sagte. Der Krankenstand sei hoch. Kötter spricht von einem Kranken-Anteil im zweistelligen Prozentbereich, laut Verdi liegt er bei rund zwanzig Prozent.

Zum Ferienstart sieht sich das Unternehmen, das auch am Flughafen Köln/Bonn kontrolliert, dank Bonusangeboten dennoch gut gewappnet. Angestellte, die auf einen freien Tag verzichten, erhalten 100 Euro Prämie. Dasselbe gilt laut Kötter für Mitarbeiter, die für ihre Schicht von Köln/Bonn nach Düsseldorf wechseln, um dort auszuhelfen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert weiterhin den Betrieb der Sicherheitsbereiche durch Privatfirmen. Sie fordert eine Rückkehr zur staatlichen Übernahme von Luftsicherheitsaufgaben. Die Belastung der Angestellten durch hohe Krankenstände stelle eine Gefahr für die Sicherheit dar, erläutert GdP-Sprecher Tim Röder. Er gehe jedoch davon aus, dass Kötter alles versuchen werde, um chaotische Szenen am Flughafen zum Ferienstart zu vermeiden.

Für die einen heißt es im Urlaub: entspannen. Für die Bahn heißt es: „malochen, malochen“. Mit diesem Hinweis auf Plakaten an Bahnhöfen verweist die Deutsche Bahn seit einigen Tagen auf ihre lang geplanten Großbaustellen. Vom Samstag an kommt es zu massiven Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr. Zwischen Essen, Duisburg und Düsseldorf saniert das Unternehmen unter anderem Gleise und Brücken, wie ein Sprecher mitteilte. Im Nahverkehr müssen Fahrgäste teilweise auf Schienenersatzverkehr mit Bussen ausweichen. Der Fernverkehr wird über Wuppertal umgeleitet. Die Bahn rät, sich vor Fahrtantritt zu informieren, wie die Züge fahren.

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