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NRW

NRW wappnet sich für Silvesternacht: Hohe Polizeipräsenz

Kriminalität

Freitag, 29. Dezember 2017 - 12:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf/Köln. Die Kölner Silvesternacht 2015/16 wurde zum Symbol für die Ohnmacht des Rechtsstaats. Die massenhaften Übergriffe auf Frauen lösten in Deutschland und auch international Entsetzen aus. Zwei Jahre danach will die Polizei wieder massiv präsent sein - nicht nur in Köln.

NRW wappnet sich für Silvesternacht: Hohe Polizeipräsenz. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Auch zwei Jahre nach den massenhaften Übergriffen in der Kölner Silvesternacht will die Polizei in NRW mit mehreren Tausend Beamten für Sicherheit sorgen. Von den insgesamt 40 000 Polizisten in Nordrhein-Westfalen sollen landesweit 5700 im Einsatz sein, davon allein 1400 in Köln. Bereits vor einem Jahr hatte die Polizei deutlich mehr Beamte an Silvester eingesetzt.

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„Zu 100 Prozent kann ich nichts ausschließen, weil ich nicht garantieren kann, wie sich eine solche dynamische Lage im Einzelfall entwickelt“, sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Aber wir haben alles getan, dass sich das nicht wiederholt.“ Es gebe den klaren Auftrag, „niederschwellig und konsequent einzuschreiten“.

Auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz waren in der Silvesternacht 2015/16 viele Frauen sexuell bedrängt und beraubt worden - weit überwiegend von Gruppen alkoholisierter junger Männer aus Maghreb-Staaten. In der darauffolgenden Silvesternacht 2016/17 konnte die Kölner Polizei nach eigener Einschätzung durch konsequentes Einschreiten ähnliche Straftaten verhindern. Dafür erntete sie Lob, allerdings musste sie sich gleichzeitig mit Rassismusvorwürfen auseinandersetzen. Kritisiert wurde, dass die Polizei am Hauptbahnhof Hunderte nordafrikanisch oder arabisch aussehende Männer überprüft und diese in einem Tweet als „Nafris“ - Polizeijargon für nordafrikanische Intensivtäter - bezeichnet hatte.

Im Anlauf zur diesjährigen Silvesternacht betonte die Kölner Polizei, dass sie nicht nach Aussehen oder Nationalität kontrolliere, sondern nach auffälligem Verhalten. Große Personenansammlungen im Hauptbahnhof und auf dem Bahnhofsvorplatz sollen verhindert werden. Reul sagte der dpa, sein Silvester-Erlass an die Kreispolizeibehörden des Landes enthalte keinen Passus, Ausländer besonders wachsam zu beobachten. „Aber wenn bestimmte Gruppen ausländischer Tatverdächtiger auffällig werden sollten, muss das klar benannt werden.“ Priorität habe für ihn, dafür zu sorgen, dass nichts passiere.

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