NRW

NRW wartet auf „Friederike“: Orkan soll übers Land fegen

Verkehr

Donnerstag, 18. Januar 2018 - 06:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Das Orkantief „Friederike“ hat sich mit Sturm und Schnee, Hagel und starkem Regen angekündigt. Ab 07.00 Uhr soll es über NRW hinwegfegen. Herabstürzende Äste oder Dachziegel könnten gefährlich werden. Deshalb sorgen vor allem Zoo, Märkte und Schulen vor.

Auf Deutschland kommt ein stürmischer Tag zu. Foto: Marcel Kusch

Die nächsten Stunden könnten in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens sehr ungemütlich werden: Wetterexperten warnen vor dem Orkantief „Friederike“, das im Laufe des Vormittags über NRW hinwegfegen soll. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für die Zeit von 7.00 Uhr morgens an bis zum Abend eine Unwetterwarnung für alle fünf NRW-Regierungsbezirke heraus. Erwartet werden Sturmböen bis zu orkanartigen Böen von 90 bis 130 Kilometern pro Stunde. Die Polizei erklärte in der Nacht, sie sei auf den Sturm vorbereitet. Im Osten Nordrhein-Westfalens sollte es zudem noch in den Morgenstunden schneien.

Die Feuerwehr Dortmund riet, am Donnerstag nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Wer sich draußen aufhalte, sollte zumindest die Nähe von Bäumen meiden und auf umherfliegende Gegenstände achten. Herabstürzende Äste oder Dachziegel seien zu befürchten, hieß es in der Warnung des DWD. Es könnten auch Bäume entwurzelt werden.

Schulen können selbst wählen, ob sie aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben. Bleibt eine Schule geöffnet, können die Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder lieber zu Hause lassen wollen. Sie müssten dann aber die Schule informieren, teilte das Ministerium mit. Schulschließungen wegen Sturmfolgen hatte es etwa Anfang Juni 2014 in weiten Teilen des Ruhrgebietes gegeben. In Köln, Dortmund und Duisburg bleiben zudem die Zoos geschlossen, unter anderem in Bochum wurden die Wochenmärkte abgesagt.

Wegen des Sturmtiefs fahren Regionalzüge der Bahn am Donnerstag in NRW langsamer. Nach Angaben der Deutschen Bahn wird es deshalb zu Verspätungen kommen, weil die Geschwindigkeit der Züge reduziert wird. Damit wird der Bremsweg kürzer, wenn Lokführer etwa umgestürzte Bäume vor sich auf dem Gleis liegen sehen, wie ein Bahnsprecher in Berlin am Mittwochabend erklärte. Im Fernverkehr seien Auswirkungen ebenfalls möglich. Konkrete Maßnahmen wurden bis zum frühen Morgen aber nicht genannt.

Schnee und glatte Straßen hatten schon Mittwoch für zahlreiche Unfälle auf den Straßen in NRW gesorgt. Allein bei mehreren Busunfällen wurden insgesamt mindestens 17 Menschen verletzt, darunter Schulkinder.


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