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Nach Abgang von Havertz: Bayer holt weitere Offensive

Fußball

Freitag, 11. September 2020 - 14:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Leverkusen. Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen wird sich nach dem Abgang von Kai Havertz und Kevin Volland sowie dem Transfer von Patrik Schick weiter in der Offensive verstärken. „Wir haben 60 Scorer-Punkte verloren. Es wäre schön, wenn Patrik 30 Tore schießt und 30 vorbereitet, aber ich glaube, er kann es nicht alleine schaffen“, sagte Trainer Peter Bosz am Freitag: „Deshalb glaube ich nicht, dass es bei Patrik bleibt. Daran arbeiten wir, da wird noch was kommen.“

Leverkusens Trainer Peter Bosz verfolgt das Spiel. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Havertz war als teuerster deutscher Spieler für bis zu 100 Millionen Euro zum FC Chelsea gewechselt, Volland ging für rund 15 Millionen zur AS Monaco. Der im Vorjahr an Leipzig ausgeliehene Schick kam für 26,5 Millionen von der AS Rom. Dass derweil vielleicht auch noch Stürmer Lucas Alario geht, wollte Bosz nicht ausschließen. „Es macht keinen Sinn zu spekulieren“, sagte er: „Wir sind vorbereitet auf alles, was passieren kann.“

Dass er ohne weitere Neuzugänge am Sonntag ins erste Pflichtspiel im DFB-Pokal gegen Eintracht Norderstedt gehen muss, ist für den Trainer okay. „Ich habe Verständnis für den Verein“, sagte er: „Wir brauchen Qualität, nicht Quantität. Und wenn wir etwas länger warten müssen, um Qualität zu bekommen, warten wir eben.“

In jedem Fall werde sich durch den Verlust von Havertz aber die Spielweise von Bayer ändern, kündigte Bosz an. „Wir können weder Kai als Spieler eins zu eins ersetzen, noch die Position. Deshalb werden wir etwas anders spielen“, sagte Bosz, der immer noch auf den in Jamaika in Quarantäne sitzenden Leon Bailey wartet: „Er muss nochmal getestet werden, das ist nicht passiert. Wenn er negativ ist, gehen wir davon aus, dass er schnell zu uns fliegen kann.“

Das Spiel gegen Regionalligist Norderstedt, nach Heimtausch in der heimischen BayArena, müsse Bayer „auf jeden Fall gewinnen“, fordert Bosz, der es trotzdem nicht auf die leichte Schulter nimmt: „Der Gegner hat das Spiel verdient, also hat er auch unseren Respekt verdient.“

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