NRW

Nach Bluttat: Polizeigewerkschaft fordert Messer-Statistik

Kriminalität

Mittwoch, 24. Januar 2018 - 14:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Nach der tödlichen Attacke auf einen Schüler in Lünen fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine spezielle Messer-Statistik in NRW. Gerade 15- bis 25 Jahre alte Männer trügen häufiger ein Messer bei sich, sagte Arnold Plickert, der NRW-Landesvorsitzende der GdP. Er habe den Eindruck, dass sich auch Jugendliche zum Selbstschutz bewaffneten. Sie würden davon ausgehen, dass „jeder ein Messer dabei hat“, erklärte Plickert. Eine entsprechende Statistik könne Auswirkungen auf das Training der Polizisten und ihr Verhalten bei Einsätzen haben.

Arnold Plickert ist Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW. Foto: C. Seidel/Archiv

In der Kriminalstatistik für NRW 2016 werden beispielsweise insgesamt 2841 Körperverletzungen an Schulen aufgeführt. Unklar bleibt dabei, wie die Verletzungen zugefügt wurden, weil die Statistik nicht nach einzelnen Waffengattungen unterscheidet.

In Lünen hatte ein 15 Jahre alter Jugendlicher nach seiner Festnahme gestanden, seinen Mitschüler in den Hals gestochen zu haben, weil dieser seine Mutter mehrfach provozierend angeschaut habe. Der Junge war an den Folgen der Verletzung gestorben.


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