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NRW

Nach Dauerstau jetzt auch Stop-and-go auf NRW-Kanälen

Verkehr

Dienstag, 24. Juli 2018 - 05:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen hält seit langem den unrühmlichen Titel „Stauland Nr. 1“ - bislang galt das bloß auf dem Asphalt. Jetzt staut es sich auch schon auf den Wasserstraßen in NRW - bis zu zwölf Stunden.

Marode Infrastruktur lässt nicht nur die Autobahnen in Nordrhein-Westfalen verstopfen, sondern zunehmend auch die Wasserstraßen. Die Hauptwasserstraße des Ruhrgebiets, der Weser-Datteln-Kanal, habe bereits 50 Prozent seiner Leistungsfähigkeit eingebüßt, antwortete Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) auf eine Anfrage aus der SPD-Landtagsfraktion.

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„Je nach Wochentag führt diese Einschränkung zu Wartezeiten von bis zu zwölf Stunden vor den Schleusen. Der Binnenschifffahrt entstehen durch die Wartezeiten erhebliche Mehrkosten.“ Akute Versorgungsengpässe der am Kanal ansässigen Großindustrie seien der Landesregierung aber nicht bekannt.

Verursacher des Engpasses sind brüchige alte Poller, die gesperrt werden mussten, weil sie die schweren Güterschiffe nicht mehr halten können. „Es ist abzusehen, dass sich die Situation nach der Inbetriebnahme des Uniper-Kraftwerks in Datteln und den damit einhergehenden zusätzlichen Transporten voraussichtlich verschlechtert“, stellte Wüst in seiner jetzt veröffentlichten Antwort fest.

Schnelle Abhilfe sei nicht in Sicht. Für Reparatur und Ersatz der Poller in den sechs Schleusen fehle Fachpersonal in den Wasser- und Schifffahrtsämtern. Die rot-grüne Vorgängerregierung habe es nicht geschafft, beim Bund die erforderlichen Ressourcen durchzusetzen, kritisierte Wüst. Erst jetzt seien neue Ingenieurstellen für NRW in Aussicht. Der Bundesverband der deutschen Binnenschifffahrt spricht von „Mangelverwaltung in höchster Vollendung“.

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