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NRW

Nach Kündigung: Kirchenmusiker klagt auf Schadenersatz

Kirche

Mittwoch, 18. Oktober 2017 - 01:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Ein vor fast 20 Jahren von einer katholischen Kirchengemeinde gekündigter Musiker will sich damit nicht abfinden. Der 60-Jährige fordert vor dem Landesarbeitsgericht Schadenersatz für entgangenes Gehalt. Die erste Instanz hatte die Klage abgewiesen.

Seit bald zwei Jahrzehnten kämpft ein Kirchenmusiker vor den Gerichten gegen seine Entlassung durch eine katholische Kirchengemeinde. Heute steht ein neuer Termin an: diesmal vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf.

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Der 60-Jährige fordert 300 000 Euro Schadenersatz für entgangenes Gehalt und Rentenansprüche. Das Arbeitsgericht Essen hatte die Klage abgewiesen. Der Organist meint, die Kirchengemeinde hätte ihm 1998 nicht kündigen dürfen. Der Grund für die Entlassung war, dass er nach der Trennung von seiner Ehefrau mit seiner neuen Partnerin zusammenzog.

Nach Ansicht des heute 60-Jährigen ist nach dem Arbeitsrecht der katholischen Kirche eine Kündigung nur bei einer Wiederheirat gerechtfertigt. Dagegen meint die Gemeinde, die neue Partnerschaft des Mannes sei eine schwerwiegende Verfehlung im Sinne des Kirchenrechts. Mit dem Fall waren schon alle Instanzen der deutschen Arbeitsgerichte befasst. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrecht hatte den Streit behandelt.

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