NRW

Nach Steinkohle-Aus: Kumpel bekommen neuen Tarifvertrag

Bergbau

Donnerstag, 26. August 2021 - 16:26 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Essen. Drei Jahre nach dem Ende des Steinkohlebergbaus in Deutschland bekommen die verbliebenen Kumpel einen neuen Tarifvertrag. Dieser sieht ein Entgeltplus von insgesamt fünf Prozent binnen drei Jahren vor, und zwar schrittweise ab 2022, wie der Branchenverband Steinkohle und Nachbergbau am Donnerstag in Essen mitteilte.

Ein Kohle-Kumpel steht vor einem Tagebau. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Danach soll es weitere Entgeltzuwächse als variable, nicht garantierte Vergütung geben, also als eine Art Bonus je nach Leistung. Zudem wurden Zeitarbeitskonten eingeführt, damit die Beschäftigten flexibler arbeiten können als bisher. Das Vergütungssystem wird vereinheitlicht, zwischen Arbeitern und Angestellten wird nicht mehr unterschieden.

Der Steinkohlebergbau in Deutschland war Ende 2018 eingestellt worden. Damit ging eine Ära zu Ende. Der nun abgelöste Tarifvertrag hatte seinen Ursprung im Jahr 1919. Einige Hundert Mitarbeiter kümmern sich für die RAG Stiftung vor allem in Essen und Herne noch um die stillgelegten Zechen, hierbei geht es um die Wasserhaltung - also das Abpumpen von Grubenwasser. Auch im Saarland und in Ibbenbüren bei Münster sind noch Menschen im Nachbergbau tätig.

Der RAG-Vorstandsvorsitzende Peter Schrimpf wertete das Tarifwerk positiv. Es berücksichtige alle Interessen. „Es gibt dem Unternehmen und der Belegschaft eine gute Perspektive und schafft die Basis, um gemeinsam die Zukunft der RAG zu gestalten.“ Daumen rauf signalisierte auch die RAG-Betriebsrätin Susanne Hardies. Man sei in die Verhandlungen gegangen, um „ein attraktives und soziales Arbeitsumfeld“ zu bieten. Das sei gelungen.

© dpa-infocom, dpa:210826-99-978648/2

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